stadteil und gemeinwesen

Seit 2000 ist das mediationsbüro mitte im Bereich interkulturelle Gemeinwesen- und Nachbarschaftsarbeit aktiv. Der Aufbau von Gemeinwesenprojekten, die Moderation von Großraumverfahren, interkulturelle Bürgerbeteiligung, Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung zur Stärkung von Kompetenzen zur konstruktiven Konfliktaustragung sind unsere Schwerpunkte.

In Berlin haben wir erste Modellprojekte zur Stadtteil- und Gemeinwesenmediation konzipiert und geleitet.

Auftraggeber auf lokaler Ebene für die jeweilige Projektentwicklung, Schulung und Begleitung

vor Ort waren:
 

"Gewaltprävention im Stadtteil" - Quartiersmanagement Richardplatz Süd (2006-2008)

"Mediation und Konfliktmanagement" - Quartiersmanagement Weiße Siedlung Dammweg (2006-2008)

"Stadtteilkonferenz" - Quartiersmangement Flughafenstraße (2006/2007)

"Ideenwerkstatt" - Quartiersmanagement Mehrower Allee (April 2006)

"Ehrenamtliche Gemeinwesenmediation" - Marzahn Nord West (2003-2005)

"Stadtteilmediation" - Stadtteilverein Tiergarten e.V. (2002)

 "Förderung der interkulturellen Kommunikation durch Konfliktvermittlung in der Nachbarschaft" - Quartiersmanagement Moabit West (2001-2003)

 

Seit 2016 sind wir Kooperationspartner der Hilfwerk-Siedlung GmbH.

 

2008 führten wir ein von der Landeskommission in Auftrag gegebenes Modellprojekt in Kooperation mit der Jugendstrafanstalt Berlin und dem Verein Haus der Weisheit e.V. durch:

"Guter Ausgang" - vom Knast in den Kiez: Mediation statt Gewalt" - Einsatz jugendlicher Straftäter als Peer-Mediatoren

 

Mittels einer Zuwendung des Büros der Ausländerbeauftragten des Senats von Berlin konnten wir 2003 unsere Arbeit auf dem Gebiet der interkulturellen Gemeinwesenmediation verstärken und mit dem Projekt “Zur Förderung der interkulturellen Gemeinwesenmediation in Berlin” auf den Bezirk Lichtenberg ausweiten.

Ferner führten wir im Auftrag des Landesinstituts für Qualifizierung in Nordrhein-Westfalen eine mehrjährige berufsbegleitende Qualifizierungsreihe zum Thema „Konfliktmanagment in Betrieb und Gemeinwesen in der Migrationsgesellschaft“ durch.

 

Fachtagungen zur Stadtteil- und Gemeinwesenmediation, an deren Durchführung und Vorbereitung
das Mediationsbüro Mitte federführend beteiligt war:

Oktober 2000 - Fachtagung zum Thema „Community Mediation – ein Modell für Deutschland?“ in Berlin, in Zusammenarbeit mit dem Verband für sozialkulturelle Arbeit e.V.

Dezember 2002 - Fachtagung „Konfliktkultur in Betrieb und Gemeinwesen“ in Soest.

 

Fachgruppen und Initiativen zur Stadtteil- und Gemeinwesenmediation, an deren Gründung das
Mediationsbüro Mitte federführend beteiligt war:

Oktober 2000 - Forum Stadtteil- und Nachbarschaftsmediation Berlin und Brandenburg. Das Forum dient dem regelmäßigen Fachaustausch für bestehende Projekte, ist Anlaufstelle für neue Projektinitiativen und fördert die Verbreitung der Idee der Stadtteilmediation in der Region Berlin-Brandenburg.

Dezember 2002 - Gründung der Fachgruppe Gemeinwesenmediation des Bundesverbandes Mediation e.V. im Anschluss an die Fachtagung „Konfliktkultur in Betrieb und Gemeinwesen“ in Soest.

 

Internationaler Austausch
Ein Schwerpunkt unserer Arbeit auf dem Gebiet der Stadtteil- und Gemeinwesenmediation bildete der Fachaustausch mit Projekten in Großbritannien, wo die Gemeinwesenmediation bereits seit vielen Jahren etabliert ist. Unter der Regie des Büros der Ausländerbeauftragten waren wir im Herbst 2001 maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung von fünf Tagesveranstaltungen zum Thema „Interkulturelle Gemeinwesenmediation“ mit der britisch-jamaikanischen Mediatorin Masana De Souza beteiligt. Auf Einladung unseres Büros führte Frau De Souza im November und Dezember 2002 weitere Workshops zu diesem Thema durch und beriet laufende Projekte. Im Oktober 2002 unternahmen wir eine Studienreise nach London, wo wir sechs Community Mediation Centres besuchten.